Asthaufen
Das Recyclinghotel im Garten
Ein Asthaufen verwertet Schnittgut direkt vor Ort und wird zum Rückzugs- und Überwinterungsort für Igel, Mäuse, Blindschleichen, Käfer und Amphibien. Zieht eine Blindschleiche ein, profitiert nebenbei auch das Gemüsebeet: Sie gilt als eifrige Jägerin von Nacktschnecken.

Sonnig bis halbschattig, windgeschützt, idealerweise in der Nähe von Sträuchern, einer Blumenwiese oder einem Lesesteinhaufen.
Äste unterschiedlicher Grösse, Holzreste, Wurzelstöcke. Als Zwischenschicht eignen sich Heu, trockenes Laub oder Schilf, kein Rasenschnitt. Fehlt Astmaterial im eigenen Garten, kann der Forst- oder Werkdienst weiterhelfen.
Den Boden auflockern und mit Kies oder feinem Schnittgut bedecken, damit sich kein Wasser staut. Mit dickeren Ästen einen Hohlraum von etwa 30 x 30 x 30 cm aufbauen, mit einer Öffnung nach aussen von höchstens 10 x 10 cm. Grobes und feines Material abwechselnd schichten. Dornensträucher auf dem Haufen schützen vor Räubern. Je grösser und strukturreicher der Haufen, desto mehr Arten nutzen ihn; als Minimum gilt ein Volumen von etwa 1 m³.
Gering. Überwuchern verhindern und jährlich neue Zweige nachschichten. Eingriffe möglichst ausserhalb der Brut- und Überwinterungszeit vornehmen.