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Massnahme 01Strukturen

Asthaufen

Ein Asthaufen verwertet Schnittgut direkt vor Ort und wird zum Rückzugs- und Überwinterungsort für Igel, Mäuse, Blindschleichen, Käfer und Amphibien. Zieht eine Blindschleiche ein, profitiert nebenbei auch das Gemüsebeet: Sie gilt als eifrige Jägerin von Nacktschnecken.

Asthaufen – Bleistiftzeichnung
Illustration, KI-generiert
ExpositionSonnig bis halbschattig, windgeschützt
Standort

Sonnig bis halbschattig, windgeschützt, idealerweise in der Nähe von Sträuchern, einer Blumenwiese oder einem Lesesteinhaufen.

Material

Äste unterschiedlicher Grösse, Holzreste, Wurzelstöcke. Als Zwischenschicht eignen sich Heu, trockenes Laub oder Schilf, kein Rasenschnitt. Fehlt Astmaterial im eigenen Garten, kann der Forst- oder Werkdienst weiterhelfen.

Bauanleitung

Den Boden auflockern und mit Kies oder feinem Schnittgut bedecken, damit sich kein Wasser staut. Mit dickeren Ästen einen Hohlraum von etwa 30 x 30 x 30 cm aufbauen, mit einer Öffnung nach aussen von höchstens 10 x 10 cm. Grobes und feines Material abwechselnd schichten. Dornensträucher auf dem Haufen schützen vor Räubern. Je grösser und strukturreicher der Haufen, desto mehr Arten nutzen ihn; als Minimum gilt ein Volumen von etwa 1 m³.

Pflege

Gering. Überwuchern verhindern und jährlich neue Zweige nachschichten. Eingriffe möglichst ausserhalb der Brut- und Überwinterungszeit vornehmen.