Dachbegrünung
Der Garten in der Höhe
Eine Dachbegrünung verwandelt ungenutzte Flächen in wertvolle Lebensräume. Sie speichert Regenwasser, kühlt Gebäude im Sommer, verbessert das Mikroklima und schafft Trittsteinbiotope für Wildbienen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer und weitere Insekten, die wiederum Vögel anlocken.

Flache oder leicht geneigte Dächer, je nach Aufbau auch steilere. Die Tragfähigkeit muss vorgängig geprüft werden. Geeignet für Garagen, Carports, Velounterstände, Gartenhäuser oder Wohngebäude, auch kombinierbar mit Photovoltaik oder begehbaren Dachterrassen. Die Planung und Ausführung sollte einem Fachbetrieb übertragen werden, da sonst Schäden am Gebäude drohen. Bei einer Kombination mit Solaranlagen ist der Dialog zwischen Begrünungsspezialisten und Solar-Unternehmen wichtig.
Für den ökologischen Wert des Dachs ist entscheidend:
- Erhöhung der Substratdiversität durch mehrere Substrattypen
- Verwendung lokal vorhandenen Substrats, etwa kiesigen Ober- oder Unterboden oder Wandkies
- Substratschicht von mindestens 12 cm, Substrathügel mit mindestens 15 cm
- Regionales Saatgut, Direktsaat mittels Schnittgutübertragung oder Pflanzung regionaler Wildstauden
- Kleinstrukturen wie Sandlinsen, Totholz, Steinhaufen oder Wasserflächen
Mindestens vier Mal jährlich während der Vegetationsperiode invasive Neophyten und Gehölzkeimlinge jäten. Abläufe regelmässig kontrollieren und freihalten. Bei vorhandenen Sandlinsen jeweils ein Drittel von Bewuchs befreien. Vegetation bei Verschattung von Solarmodulen zurückschneiden.