Hochstaudenflur
Dschungel in Kleinformat
Eine Hochstaudenflur wirkt wie ein kleiner Dschungel: dicht, üppig und voller Leben. Ihre spät blühenden Stauden liefern Insekten und Kleintieren wie Spitzmäuse oder Igel Nahrung, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, während schattige, feuchte Böden Fröschen und Ringelnattern zugutekommen.

Sonnig bis halbschattig, entscheidend sind Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit des Bodens. Geeignet entlang von Hecken, Waldrändern, Gewässern oder an extensiv gepflegten Gartenrändern. Die nötige Feuchtigkeit kann auch durch Bodenverdichtung entstehen.
Einheimische Hochstauden oder regionales Saatgut.
Eine Auswahl an Pflanzen, die sich eignen: Wilde Brustwurz, Moor-Geissbart, Gelbe Wiesenraute, Gewöhnlicher Arznei-Baldrian, Niederliegendes Vergissmeinnicht, Echtes Mädesüss, Gewöhnlicher Blutweiderich, Echter Beinwell, Brennnessel, Blaues Pfeifengras.
Fläche von Vegetation befreien und Boden lockern, jedoch nicht tiefer als 3 cm bearbeiten. Boden mindestens vier Wochen absetzen lassen und aufkommende Pflanzen entfernen. Standortgerechte Hochstauden pflanzen oder regionales Saatgut ansäen (im Frühling oder im Herbst).
Pflege im Aussaatjahr: einen bis mehrere Säuberungsschnitte durchführen, sobald die Vegetation ca. 20 cm hoch ist oder zu blühen beginnt. Das Schnittgut abführen. Keine Düngung und keine Bewässerung. Pflege ab dem zweiten Jahr: alle zwei bis fünf Jahre zwischen November und Januar mähen. 1/3 der Fläche jeweils stehen lassen. Invasive Neophyten und aufkommende Gehölze entfernen. Wird das Schnittgut zu einer Kleinstruktur aufgeschichtet, entstehen Eiablageplätze für Ringelnattern.