Alle Massnahmen
Massnahme 15Pflanzen

Hochstaudenflur

Eine Hochstaudenflur wirkt wie ein kleiner Dschungel: dicht, üppig und voller Leben. Ihre spät blühenden Stauden liefern Insekten und Kleintieren wie Spitzmäuse oder Igel Nahrung, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, während schattige, feuchte Böden Fröschen und Ringelnattern zugutekommen.

Hochstaudenflur – Bleistiftzeichnung
Illustration, KI-generiert
ExpositionSonnig bis halbschattig, feucht
Standort

Sonnig bis halbschattig, entscheidend sind Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit des Bodens. Geeignet entlang von Hecken, Waldrändern, Gewässern oder an extensiv gepflegten Gartenrändern. Die nötige Feuchtigkeit kann auch durch Bodenverdichtung entstehen.

Material

Einheimische Hochstauden oder regionales Saatgut.

Geeignete Pflanzen

Eine Auswahl an Pflanzen, die sich eignen: Wilde Brustwurz, Moor-Geissbart, Gelbe Wiesenraute, Gewöhnlicher Arznei-Baldrian, Niederliegendes Vergissmeinnicht, Echtes Mädesüss, Gewöhnlicher Blutweiderich, Echter Beinwell, Brennnessel, Blaues Pfeifengras.

Bauanleitung

Fläche von Vegetation befreien und Boden lockern, jedoch nicht tiefer als 3 cm bearbeiten. Boden mindestens vier Wochen absetzen lassen und aufkommende Pflanzen entfernen. Standortgerechte Hochstauden pflanzen oder regionales Saatgut ansäen (im Frühling oder im Herbst).

Pflege

Pflege im Aussaatjahr: einen bis mehrere Säuberungsschnitte durchführen, sobald die Vegetation ca. 20 cm hoch ist oder zu blühen beginnt. Das Schnittgut abführen. Keine Düngung und keine Bewässerung. Pflege ab dem zweiten Jahr: alle zwei bis fünf Jahre zwischen November und Januar mähen. 1/3 der Fläche jeweils stehen lassen. Invasive Neophyten und aufkommende Gehölze entfernen. Wird das Schnittgut zu einer Kleinstruktur aufgeschichtet, entstehen Eiablageplätze für Ringelnattern.