Totholzstämme
Von wegen tot!
Mit fortschreitender Zersetzung verändert sich dieser Lebensraum über Jahre bis Jahrzehnte ständig und beherbergt laufend neue Bewohner: Käfer, Ameisen, Wespen, Vögel, Reptilien, Pilze, Flechten und Moose leben im und vom Totholz.

Sonnig für Insekten, schattig für Pilze und Amphibien. Geeignet am Gartenrand, in Heckenbereichen, unter Bäumen oder als Gestaltungselement. Direkter Bodenkontakt begünstigt die Zersetzung.
Unbehandelte Stämme oder dicke Äste einheimischer Laubbäume wie Eiche, Buche, Esche, Ahorn oder Obstbäume, bevorzugt mit Höhlen und Rinde. Gartenbau- oder Forstbetriebe können aushelfen, falls kein eigener Baum gefällt wird.
Stämme liegend zu kleinen Gruppen schichten oder stehend eingraben. Unterschiedliche Stärken und Lagen erhöhen die Strukturvielfalt. Auf Holzschutzmittel und das Entfernen der Rinde verzichten. Gebohrte Löcher beschleunigen die Besiedlung durch Insekten.
Keine regelmässige nötig. Das Holz vollständig der Zersetzung überlassen und nicht verschieben, auch wenn es von Pilzen besiedelt ist. Nur bei Sicherheitsrisiken, etwa instabiler Lage, anpassen.