Weiher
Ein Magnet für die Tierwelt
Ein naturnaher Weiher zählt zu den wertvollsten Lebensräumen im Garten. Er bietet Fortpflanzungs-, Nahrungs- und Rückzugsräume, dient auch nicht wassergebundenen Tieren im Sommer als Tränke, wirkt ausgleichend auf das Mikroklima und ermöglicht Naturbeobachtungen direkt vor der Haustür.

Sonnig bis halbschattig, mit 4 bis 6 Sonnenstunden täglich. Nicht direkt unter grossen Laubbäumen, um übermässigen Laubeintrag zu vermeiden.
Je nach gewählter Ausführung wird unterschiedliches Material benötigt. - Bei Teichfolie: Sand als Feinplanum, Schutzvlies als Unterlage sowie eine reissfeste Teichfolie in ausreichender Stärke und Grösse. - Bei einem Fertigbecken: ein formstabiles Becken aus Kunststoff sowie Sand zum Ausgleich von Unebenheiten im Aushub. - Bei Lehmabdichtung: ausreichend Ton- oder Lehmmaterial mit hohem Tonanteil sowie Werkzeug zum gleichmässigen Verdichten der Schicht. Die Lehmschicht sollte eine Dicke von rund 50 cm betragen. Für alle Varianten zusätzlich: Natursteine, Kies und Totholz für die Ufergestaltung sowie standortgerechte, möglichst einheimische Wasser- und Uferpflanzen.
Ab 1 m² Fläche und 30 bis 50 cm Tiefe entsteht bereits ein grosser Mehrwert; je grösser die Wasserfläche, desto stabiler das Ökosystem. Zunächst die gewünschte Form mit verschiedenen Tiefenzonen ausheben. Auf flache Ufer achten, damit die Tiere ein- und aussteigen können. Der weitere Ablauf richtet sich nach der gewählten Ausführung. - Bei Teichfolie: Aushub von Wurzeln und scharfkantigen Steinen befreien, eine Sandschicht als Feinplanum einbringen, darauf das Schutzvlies und anschliessend die Teichfolie verlegen. Die Folie faltenfrei einpassen und am Rand ausreichend Überschuss für spätere Setzungen belassen. - Bei einem Fertigbecken: Aushub exakt der Beckenform anpassen, mit Sand ausgleichen und das Becken waagrecht einsetzen. Hohlräume zwischen Becken und Erdreich mit Aushubmaterial oder Sand verfüllen, damit das Becken rundum stabil aufliegt. - Bei Lehmabdichtung: Den Aushub mit einer durchgehenden, gleichmässig verdichteten Lehm- oder Tonschicht auskleiden, ohne Risse oder dünne Stellen. Die Schicht in mehreren Lagen einbringen und jede Lage sorgfältig andrücken, damit die Dichtigkeit über die gesamte Fläche gewährleistet ist. Abschliessend bei allen Varianten den Weiher mit Wasser füllen, das Ufer naturnah und flach mit Steinen, Kies und Totholz gestalten und standortgerechte, möglichst einheimische Wasser- und Uferpflanzen einsetzen. Auf Fische, insbesondere Goldfische, verzichten, da sie Amphibien und Insektenlarven fressen.
Laub, Schlamm und übermässigen Pflanzenwuchs gelegentlich entfernen, damit der Weiher nicht verlandet. Invasive Arten frühzeitig beseitigen. Reinigung im Winter durchführen, um möglichst wenig Tiere zu stören.
Bewilligungspflicht vor Baubeginn abklären.