Wildblumenwiese
Ein Fest für Augen und Ohren
Eine Wildblumenwiese bringt sofort Leben in den Garten, bereichert ihn mit farbiger Blütenvielfalt, fördert Bestäuber und begleitet die Dämmerung mit dem Zirpen der Heuschrecken.

Sonnig, mit möglichst nährstoffarmem Boden. Je magerer der Boden, desto artenreicher die Wiese.
Regionales, standortangepasstes Saatgut mit einheimischen Wildblumen und Gräsern, bei Bedarf Sand, Tuffsand oder Blähton zur Abmagerung des Bodens sowie einfache Gartengeräte.
Bestehende Vegetation entfernen, Boden flach lockern und 3 bis 4 Wochen setzen lassen. Aufkommende Pflanzen nochmals entfernen, Boden erneut lockern und setzen lassen. Boden bei Bedarf mit Sand, Tuffsand oder Blähton abmagern. Zwischen Mitte April und Mitte Juni das Saatgut in empfohlener Menge gleichmässig aussäen und andrücken. Die Entwicklung einer artenreichen Wiese braucht Geduld und dauert oft mehrere Jahre.
Bei etwa 20 cm Krautschichthöhe auf ca. 8 cm zurückschneiden, Schnittgut abführen. Nicht jäten, nie bewässern, keine Schneckenkörner verwenden. Im ersten Jahr diesen Säuberungsschnitt mehrfach wiederholen.
Zwei bis drei Mal jährlich auf 7 cm schneiden, der Heuschnitt erfolgt kurz vor Samenreife der Gräser, mit einem letzten Schnitt im September. Bei sehr magerem Boden genügt ein Schnitt jährlich. Schnittgut einige Tage liegen lassen, damit sich die Pflanzen versamen können, dann abführen. Auf Düngung und Pestizide verzichten.
Wer die Fläche zusätzlich für Spiel und Spass nutzen möchte, findet im Blumenrasen eine Alternative. Er wird gleich angelegt wie die Wildblumenwiese, unterscheidet sich aber in Pflanzenzusammensetzung und Pflege: vier- bis sechsmal jährlich mähen, erstmals im April bei 10 bis 15 cm Wuchshöhe, danach drei Schnitte im Frühsommer und zwei im Spätsommer, nicht in der heissen Periode.